Unser Anliegen,
einen Wettbewerb unter allen traditionellen Bogenarten zu etablieren,
bekommt immer mehr Zuspruch. Heuer kamen zur zweiten Interarc 43
Schützen, darunter 18 Ungarn. Folglich waren auch heuer die Reflexbögen in der Überzahl. Dieser Typ ist
der Nachbau der ähnlichen Bögen der verschiedenen
Steppenvölker. Obwohl er eine traditionelle Bauweise aufweist, wird er
in den Reglements der größeren Bogensportverbände unzureichend
berücksichtigt, somit ist für diese Sparte die Interarc ein
willkommener Anlass das eigene Können zu messen.
Die gutgelaunten Ungarn haben zur einmaligen Atmosphäre sehr viel
beigetragen. Nahezu alle kamen in Gewändern der Völkerwanderungszeit,
und bemühten sich sichtlich, einen prägenden Eindruck zu hinterlassen.
Weiters kamen 8 Kyudoka,
davon 6
von unserem Verein Momiji Kai, sowie der Vorjahressieger Peter Hammerschick
vom Linzer Stahlstadt-Dojo, und Michael Patscheider vom Wiener
Shômen-Verein Seishin.
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Um einen anspruchsvollen Wettkampf zu gestalten,
haben wir uns heuer für 40 Pfeile, zu schießen in 10 Runden,
entschieden. Ziel und Entfernung wie im Kyudo üblich: Mato mit 36 cm
Durchmesser auf 28 Meter. Die ersten zwei Runden des Vormittags galten
als Qualifikation, nur die besten 28 konnten aus Zeitgründen am
Nachmittag in der Hauptrunde weitermachen.
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Das hieß, die Schützen, die
in der Vorrunde weniger als 2 Treffern von 8 Pfeilen erreicht hatten, schieden aus,
während die mit 2 Treffern ins Stechen mussten.
In der Vorrunde führte das Momiji Kai-Mitglied Cezar Constantinescu mit 6 Treffern, aber gleich
danach übernahm der Langbogenschütze István Lachmann aus Ungarn die
Führung, der viermal hintereinander "Kai Chû" (alle vier Pfeile
der Serie sind Treffer) landete. István schoss überhaupt den Vogel ab,
als er aus Fairness seinen Bogen umgedreht geschossen hat, denn der
Yumi und die meisten Reflexbögen haben keine Pfeilauflage, während der
Großteil der heute gefertigten, laminierten Langbögen (und auch
seiner) über welche in
der Form eines kleinen Einschnitts über dem Griff verfügt.
Sein 70-Pfund (ca. 31kg) Langbogen stellte unsere Etafoam-Pfeilfänger
schwer auf die Probe, denn nicht wenige seiner Pfeile durchschlugen sie vollständig. Aber nicht das schwere Zuggewicht, sondern die sichere
Hand und seine sehr durchdachte, konzentrierte Schießweise verhalf ihm
zum überlegenen Sieg mit 34 Treffern. Er ist nicht umsonst
Europameister beim 3D-Schießen in der Langbogenklasse in 2004 geworden.
Cezar, der erst vor 1,5 Jahren Kyudo angefangen hat, bot vor allem in
der ersten Halbzeit eine sehr gute Leistung, und hat mit 24 Treffern
Silber geholt. Cezar schießt auch im Training sehr konstant, und auch beim
Wettbewerb hat er seine Ruhe bewahren können.
Bronze ging an Otto Nemec, Staatsmeister in der Barebow (Blankbogen)-Klasse.
Hier hat Otto einen Reiterbogen benutzt. Da er normalerweise den Barebow
und den Langbogen schießt, dürfte ihm die Umstellung auf einen
Reflexbogen etwas schwer gefallen sein. Er kämpfte sich vom 19. Platz
in der Vorrunde auf den 7. in der Halbzeit, und schließlich auf den 3.
zum Ende hoch. Er hat sogar in den letzten 4 Runden zweimal Kai Chû
geschafft.
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Den 4. Platz teilen der Vorjahressieger Peter Hammerschick und László Mudra, ein Reflexbogenschütze aus Ungarn, mit je 21 Treffern. Schade,
dass Peter seine ausgezeichnete Leistung bei der österreichischen Kyudo-Meisterschaft ein halbes Jahr vorher nicht wiederholt hat.
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Wir sind besonders stolz, heuer nicht nur Medaillen (bei Interarc sind
diese sehr schön gefertigte Anstecker), sondern auch wertvolle Preise
organisiert zu haben. Wir sprechen unseren besonderen Dank für die
Sponsoren dieses Events, Josef Trnka und Bogensport Traxler, aus. Josef
hat einen Bambus-Yumi, den er selbst hergestellt hat, als Preis zur
Verfügung gestellt, und Helmuth Traxler überließ zwei Pfeilfänger
der Typen "Deadstop 4000" und "Matts Straw". Als
Dreingabe hat Momiji Kai den Dritt- und Zweitplatzierten je ein Fass
Bier gespendet.
Wir danken auch dem Schiedsrichter Helmut Knotek, der diese schwierige
Aufgabe in gekonnt professioneller Art gelöst hat.
Wir hoffen, dass die Interarc nächstes Jahr genauso erfolgreich
abläuft wie heuer! Da das Wetter Mitte November für Schützen, die von
weit her anreisen müssen, einen Strich durch die Rechnung ziehen kann,
werden wir die Interarc 2005 voraussichtlich Mitte Oktober veranstalten.
Für den genauen Termin bitte auf unserer Homepage, unter
"Aktuelles", Ausschau halten!
-RR-
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