WANN: Außer Feiertags Jeden Freitag von 18:00 bis 20:45 und im Wintersaison jeden Dienstag  von 16:00 bis 18:00 und im Sommersaison jeden Montag von 19:00 bis 22:00.

WO: 1210 Wien, Jedleseerstraße 74-76, Dominik-Hoffmann-Halle im Hof des Karl Seitz Gemeindebaus.

LAGEPLAN

BEITRAG: Einmalige Einschreibgebühr 36€, monatlicher Mitgliedsbeitrag 15€. Schüler, Studenten und Arbeitslose können den ermäßigten Beitrag von 9€ in Anspruch nehmen. Der Beitritt ist nach eine 3-monatige Probezeit möglich. Kosten der Probezeit: 3 Monatsbeiträge.

ÜBUNGSABLAUF: Nach Aufbau und Begrüßung ("Rei") fängt der Schießbetrieb an. Fortgeschrittene üben meist auf die volle Distanz (28m), während Anfänger auf das Makiwara (=Reisstrohbündel) von ca. 2m oder auf ein 7-10m aufgestelltes Ziel schießen. Der Übungsleiter (z.Zt. Franz Rendl) unterweist die Anfänger.  Am Ende grüßen wir ab (identisch mit der Begrüßung am Anfang).

PROBETRAINING: ist gratis und zu jeder unserer Übungstermine (s.o.) möglich. Wir bitten um vorherige Kontaktaufnahme.

DETAILS:

Die Mitgliedschaft im Verein bringt sowohl Rechte (Teilnahme an den gemeinsamen Übungen, an den Generalversammlungen und an den Vorstandswahlen), wie auch Pflichten (Zahlung von Mitgliedsbeiträgen) mit sich. Wenn jemand eine längere Pause einlegen muss/will, kann er sich karenzieren lassen, in diesem Fall beträgt der monatliche Mitgliedsbeitrag 5€.

Lehrgänge kosten (sowohl für Mitglieder als auch für Nichtmitglieder) in der Regel 70€. Lehrgänge sind sehr empfohlen, sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene, denn in den 2-4 Tagen kann man mehr lernen als in 3 Monaten regulären Freitagsübungen.

Benötigtes Material: dem Anfänger wird zuerst alles zur Verfügung gestellt: Bogen, Makiwarapfeil und Schießhandschuh. Wenn der Anfänger auch die Möglichkeit hat zu Hause zu üben, kann er diese Teile vom Verein günstig anmieten.
Die ersten Ausgaben für die Anschaffung von Material sind die für Mato-Pfeile und Handschuh. Sie werden in der Regel nach ½ bis ganzem Jahr fällig. Ein eigener Bogen soll nach etwa 1-2 Jahren angeschafft werden. Die Preise hierfür kennen natürlich nach oben hin keine Grenzen, die exklusiven Teile kosten ein Vermögen. Jedoch kann solide Qualität für die folgenden Preise erstanden werden: Ein Makiwarapfeil ca. 10-15€, ein Satz (4Stk.) Mato-Pfeile 100-130€, Schießhandschuh 130-180€ und Bogen ca. 400€. Diverses Kleinzeug kostet jährlich etwa 30-50€.

Der Weg: der Anfänger schießt zuerst von ca. 2m Entfernung auf das Makiwara (=Reisstrohbündel von ca. 35-45 cm Durchmesser und etwa 1m Tiefe). Wenn der Anfänger die Grundlagen des Schießens beherrscht (dauert etwa 2-5 Monate), kann er auf ein Ziel in 7-10m Distanz schießen. Nach einem halben Jahr können die meisten schon auf der Standarddistanz (28m) versuchen.

Das Ziel: Die Zielscheibe ("Mato") ist aus Papier und auf einen runden Holzrahmen mit 36cm Durchmesser gespannt. Das Standardziel ("Hoshimato") hat einen inneren schwarzen Ring von 12cm Durchmesser (es werden jedoch keine Extrapunkte beim Treffen des inneren Ringes vergeben).
Die Entfernung rührt aus der alten Schlachtordnung her, als sich zwischen den Linien der feindlichen Bogenschützen die Naginata- oder Speerkämpfer bewegten, und die Bogenschützen diese zu decken oder die gegnerischen Schützen zu treffen versucht haben. Das Mato entspricht dem Brustkorb eines Mannes, der innere Kreis von 12cm Durchmesser der nicht gepanzerten, verletzbaren Stelle unter dem ausgestreckten Arm, von der Seite aus gesehen.
Das Mato ist 9cm über den Boden ins "Azuchi" (=überdachte Sandaufschüttung in Dojos, bei uns in der Übungshalle durch Etafoamplatten ersetzt) gesteckt, somit ist der Mittelpunkt 27cm über dem Boden. Das tiefe Ziel kommt vom Kniestand des gegnerischen Schützen, der sich dazu noch gebückt hielt wenn er nachlud.

Der Großteil der Übung wird auf diese 28m Entfernung abgehalten. Daneben existiert das Schießen auf das weite Ziel ("Enteki") mit der Entfernung von 60m und Zieldurchmesser von 1m. Diese Form kann natürlich nur unter freiem Himmel auf dementsprechend abgesicherten Schießplätzen geübt werden. Weitere historische Distanzen, wie 90 und 120m, mit Zielen zwischen 60 und 158 cm Durchmesser, werden kaum mehr geübt.

Zeremonieformen: wir eröffnen die Übung mit 1-2 Runden "Heki-Taihai". Taihai bedeutet zeremonielles Schießen, wobei die einzelnen Bewegungen und Abläufe genau bestimmt sind, Heki-Taihai ist also die zeremonielle Schießform der Heki-Schule. Dies ist notwendig für manche Lehrgänge oder Zeremonien, wie z.B. eine Dojo-Eröffnung. Darüber hinaus ist es eine sinnvolle Übung für Fortgeschrittene, dem psychischen Druck widerstehen zu können, wenn man von anderen beobachtet wird und den Zeitpunkt des Abschusses nicht selber wählen kann. Wir halten uns an eine alte Empfehlung der Heki-Schule, nach der 2% der Pfeile in Taihai geschossen werden sollen.
Es ist noch das "ANKF-Taihai" (von dem All-Japanischen Kyudo Verband entwickelte zeremonielle Schießform) zu erwähnen, die für alle Schulen bei gemeinsamen Veranstaltungen verpflichtend ist. Wir üben diese Form meistens vor der jährlichen österreichischen Kyudo-Meisterschaft, oder wenn jemand sich auf eine Dan-Prüfung vorbereiten will.